Von der Therme zum Schwimmbad

Schwimmbäder gibt es in Europa bereits seit Jahrtausenden. Die ersten, die den Erholungsfaktor von öffentlichen Bädern erkannten, waren die Griechen. Die Thermen stammten jedoch von den Römern ab, die diese Erholungsbäder in ganz Europa errichteten. Im Jahr 305 vor Christus hatte Rom bereits eine große Wasserleitung (Aqua Appia) und auch schon ein öffentliches Bad erbaut. 700 Jahre später hatte das römische Reich schon 900 Bäder, die für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Die Schwimmbäder waren jedoch nicht nur für die Reichen, denn auch für die arme Gesellschaft wurden kostenlose Badestuben erbaut.

Da im Mittelalter Seuchen keine Seltenheit waren, wurden diese Badehäuser natürlich auch durch die Hygiene bedeutend, die die Seuchengefahr minimieren sollte. Seit der Einführung von Kurbädern hat die erholende und heilende Wirkung der Wasserbäder eine Art „Wiedergeburt“ erleben dürfen.

Die heutigen Schwimmbäder sind in der Regel Freizeit-, Kur- oder Sportbäder und sprechen jeweils eine eigene Zielgruppe an. Die Zusatzangebote werden dem jeweiligen Kundenstamm angepasst.

Für private, öffentlich nicht zugängliche Schwimmbäder gibt es keine gesetzlichen Vorschriften. Öffentliche Schwimmbäder, dazu zählen auch Bäder und Swimmingpools in Hotels, unterliegen der Aufsicht des Gesundheitsamtes. Selbst Fitness- und Saunaclubs müssen sich vom Gesundheitsamt bevormunden lassen, wenn es um die Bäder geht.

Die Ämter nutzen als Grundlage die DIN 19643 sowie die KOK-Richtlinien. Daneben werden die Bäder zusätzlich in bestimmte Kerngebiete wie Spaß- oder Heilbad eingeteilt.

Bei Bädern, bei denen das warme Wasser aus Thermalquellen kommt, findet man häufig den Begriff „Therme“. Der Begriff stammt aus der römischen Badekultur. Sie zählen zu den ältesten Bädern. An der Küste gibt es spezielle Meerwasserthermen.

 
 
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